Aus dem Alltag
Wie läuft ein Spielgruppenvormittag oder –Nachmittag ab?
Die jeweils drei Stunden folgen klaren Strukturen:
Begonnen wird mit einem Anfangskreis mit Begrüssung, gegenseitigem Zuhören und Gehörtwerden sowie Spring-, Sprech- und Singspielen. Danach beginnt die Zeit des freien Spielens. Je nach Gruppe wird auch diese durch die Spielgruppenleiterin strukturiert. Auch Malen und einfaches Basteln, gemeinsam und unter Anleitung, fällt in diesen Bereich. In der Pause wird zusammen das Znüni oder Zvieri (Äpfel und Brot) geteilt. Das gemeinsame Essen beginnt und endet mit einem Lied oder einem Vers. Nach der Pause ist die Zeit wieder dem freien Spiel, der Bewegung und dem Spiel im Garten gewidmet.
Nach dem Spielen werden die Räume gemeinsam mit den Kindern aufgeräumt. Alle versammeln sich im Schlusskreis zu Sing-, Tanz- oder Kreisspielen. Auch das Erzählen einer Geschichte hat hier seinen Platz. Ein kleines Abschiedsritual beendet den Halbtag.
Mit dieser immer gleichbleibenden Struktur wird den kleinen Kindern bereits früh Halt und Geborgenheit in einer anderen als der familiären Umgebung gegeben.
Die Lieder, kleinen Verse und Geschichten, welche die Kinder hören und erleben, sind jeweils auf die Jahreszeiten bezogen und begleiten die Kinder über längere Zeit. Die Kinder erleben ihren Kindsgi-Aufenthalt im grossen Rhythmus der Jahreszeiten.
Unsere konkreten Anliegen jeden Tag:
- Die Kinder sollen sich wohlfühlen und gern in den Kindsgi kommen.
- Den Kindern soll Gelegenheit gegeben werden, sich sanft vom familiären Umfeld abzulösen und erste Gruppenerfahrungen mit anderen Kindern zu machen.
- Die Kinder aus verschiedenen Milieus und Kulturkreisen sollen sich individuell erleben – und dennoch zu einer sozialen Gruppe zusammenwachsen können.
- Den Kindern soll ermöglicht werden, das phantasievolles Spielen und das kreative Tun durch einfache Mittel und Naturmaterialien zu entdecken.